Neue Arbeiten

Getragen von einem objektivierenden Ausdrucksbestreben, ergießen sich anonyme Erlebnisströme regelrecht über das Papier, bilden mit geringfügigen Wiedererkennungseffekten versehene pointierte Strukturen, zwischen deren Bestandteilen sich eine dichte Dramatik entspinnt.
(Herbert Schirmer - Kunsthistoriker)

Halligen, 2022

Halligen, 2021 - 2022, Pigmenttusche auf Papier, gerissen, 70 x 50 cm , 18-teilige Serie

Die Halligen und der Anstieg des Meeresspiegels.
Weltweit einzigartig – das sind die Halligen im Wattenmeer an der Nordseeküste. „Schwimmende Träume" hat sie der Dichter Theodor Storm einst genannt.
Es waren wahrscheinlich einmal nahezu 100 Halligen, jetzt gibt es noch 10. Die Pole schmelzen der Wasserspiegel wird steigen. Ist es möglich dieses Weltkulturerbe zu Bewahren.

Kokon, 2021

Kokon • Objekte • Papier mit Wabenschnitt ca. 70 cm x 43 cm x 20 cm

Wenn sich das öffentliche Leben so verlangsamt wie momentan (COVID-19-Pandemie), bald vielleicht ganz zum Stillstand kommt, stößt man an die existenziellen Grundlagen seines Lebens. Die eigene Wohnung und die Menschen, mit denen man zusammenlebt, bilden den Kokon, in den man sich zurückzieht. Der eigene Kokon steht plötzlich viel stärker im Vordergrund.

ODER

Ist der Kokon die Keimzelle neuer Ideen, Formen, Strukturen und verknüpft verschiedene Intelligenzen, die uns in ungeahnte Welten vordringen lassen. Kokons sind keine Rückzugsorte, sondern Innovationszentren.

Im Kokon

„Im Kokon“

Ein Experimentalfilm von Karsten Kelsch / Spielzeit: 1:28
2021 / Film: © Karsten Kelsch

Die Serie „Irgendwo im Nirgendwo“ sind 30 Ansichten von dem Ort, wo einst unser Dorf in der Niederlausitz stand.

Irgendwo im Nirgendwo /12.2020 / Film: © Karsten Kelsch / 30-teilige Serie (Nr. 30) - Pigmenttusche auf Papier - 70 x 100 cm

Unser Dorf - 500 x 150 cm, Pigmenttusche auf Papierbahnen, gerissen, gekratzt und Briketts
Unser Dorf - 500 x 150 cm
Pigmenttusche auf Papierbahnen
gerissen, gekratzt und Briketts
Der Dreißigjährige Krieg, Napoleon, die Weltkriege, Hochwasser und viele andere kleinere Katastrophen konnten unserem Dorf nie etwas anhaben.

Am Ende der Baumallee lichteten sich die Schatten der alten Bäume und unser Kirchturm mit seiner großen Uhr erschien.
Um ihn herum duckten sich die Häuser des Dorfes umsäumt von Feldern, die im Frühling blühten und im Sommer brachten die Bauern den Ertrag in ihre Scheunen.

Heute sind kein Kirchturm, keine Felder und keine Allee zu sehen.
Nur eine endlose Wüste erstreckt sich da, wo einst unser Dorf war ...